Identität bitte beim standesamt abgeben

Als ich meine E-Mailadresse LauterKopf@t-online.de erstellt habe, bin ich gefragt worden ob ich diese Zusatzfunktion mit der Frage wählen will, wenn ich das Kennwort verduddel. Kennt ihr das? Da kann man dann son shit angeben wie Grundschule oder Klassenlehrer oder den Geburtsnamen der Mutter.

Der Geburtsname der Mutter. Ich weiß gar nicht so genau wie ich jetzt mit diesem Thema anfangen will, denn ich hab das Gefühl dass ist ein großer Beweis wie rückschrittlich und unemanzipiert wir doch eigentlich sind aber keiner schaut sich das an. Also, zwei Menschen verlieben sich und wollen dann aus Liebe, oder um nicht alleine zu sein,  oder what-so-ever reason heiraten. Dann heiratet die Renate Schmidt den Torsten Torben und beide heissen dann Mr. & Mrs. Torben und dat is ja sooo romandisch, denn man hat einen gemeinsamen Namen und das zeigt die innere Einigkeit. Und meine Freundinnen erzählen meinen armen Öhrrchen dann son Shit wie:

  • Mir ist das nicht so wichtig mit meinem Nachnamen, aber Torsten hängt an seinem Nachnamen
  • Torsten meint, Schmidt gebe es schon oft in Deutschland, während Torben wat ganz besonderes wär
  • Torsten ist enger mit seiner Familie, und ich nicht so eng mit meiner, deshalb identifiziert er sich mehr mit seinem Namen
  • Torsten ist der einzige Sohn in der Familie und der Name würde sonst aussterben. Ich hingegen habe noch einen Bruder, der würde unseren Namen dann weiter tragen
  • Torben hört sich doch viel besser als Schmidt an
  • Einer muss ja den Namen aufgeben!
  • Schmidt-Torben kommt für mich nicht in Frage. Ich meine will ich meinen Kindern wirklich einen Doppelnamen zumuten?

Riecht Ihr das? Für mich riecht das nach deftigem, frischen Bullshit. Die Argumente werden zufälliger Weise immer so gedreht, dass am Ende der Mann sich durchsetzt. Das höchste was ich an Emanzipation erfahren habe, waren Frauen die Ihren Namen behalten haben aber dann nicht erwähnt haben, dass die Kinder natürlich Torben heissen, denn das ist immer noch in Deutschland das Gesetz (kaum zu glauben, aber wahr) außer man deklariert es extra. Die Regel ist es aber alle Mal.

Scheinargumente, habe ich ja schon in meinem Artikel der Vornesitzer ausführlich erklärt. Mich macht diese Verlogenheit traurig und wütend zugleich. Sind die Männer echt so dreist und die Ischen echt so blöd?

Versteht mich nicht falsch, ich finde Doppelnamen auch nicht so mega. Und mir ist auch klar, dass die logische Konsequenz ist, dass einer seinen Namen aufgeben muss, wenn die Doppelname-Option nicht in Frage kommt. Aber MUSS das auf Teufel komm raus die Frau sein? Ich kenne Frauen mit adeligem Nachnamen, Prinzessin von Hinz und Kunz, coolen Nachnamen wir Kant, französischen oder melodischen Nachnamen wie Elénor. Die heiraten dann einen der Schmidt heisst und alles geht vor die Katz. Egal wie scheiße der Name des Mannes ist, Axel Schweiß und Rüdiger Schweinebauer kriegen irgendein Scheinargument, dass zugunsten ihres Namens ausfällt und setzten sich evolutionär durch, wie schon in der Bibel. „Es war halt schon immer so“.

Schon immer ist ein gutes Stichwort, denn die Nachnamen-Tradition ist schon sehr, sehr alt und kommt daher, dass Frauen nach der Hochzeit zur Familie des Manes gehört haben und seine Identität angenommen haben. War in Königshäusern schlimm und ein Mädchen zur Welt zu bekommen hat bedeutet, dass das Geschlecht ausstirbt. Zum Glück hat sich über die Jahrhunderte das alles geändert und Menschen auf der ganzen Welt freuen sich über ein Mädel genauso wie über einen Jungen. Die Abortion-rate ist ja glaube ich auch gleich hoch, vor allem in China.

Diese unglaubliche Ungerechtigkeit hat solche weitreichenden Konsequenzen und eine so starke Symbolkraft und wird behandelt wie eine nette Tradition, über die sich die Frau jetzt auch noch freut. Ich kann mir da nur mit der flachen Hand auf die Stirn klatschen und die Augen verdrehen. Kann man echt so blöd sein?!

Puhhh, durchatmen. Wenn ich verzweifelt oder wütend bin gehe ich auf meine Grüne Wiese. Das bedeutet, ich schließe meine Augen, vergesse den Status Quo dieser Welt der mich so nervt und überlege wie es in einer idealen Welt wäre.

In meiner idealen Welt, würden Männer und Frauen sich verlieben und irgendwann richtig lieben und sich dann ehelichen, aus den richtigen Gründen. Beide hätten das Bedürfnis sich einen Namen zu teilen aus dem Wunsch heraus sich eine weitere, gemeinsame Identität zu schaffen. Sie würden überlegen, welcher Name schöner klingt ihnen mehr bedeutet und alle anderen der oben aufgelisteten Argumente, aber würden fair und gleichberechtigt eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung die schon vor der Diskussion gefällt wurde und bei der die Argumente im Nachhinein künstlich nachgeliefert werden ist eine Fake-Entscheidung mit Fake-Argumenten. Wenn der Mann genauso bereit wäre den Namen der Frau aus Liebe anzunehmen und sie Schweinspest heisst und er Prinz von WaltDisney, hei, dann wär ich die letzte die den armen Prinz in die Schweinepest zwingen würde. Aber wenn es andersrum wäre, würde ich vom Mann eben erwarten die Eier zu haben den Namen der Prinzessin anzunehmen. Oder hab ich einen an der Haua? Mir geht es ja nicht um die Vormachtstellung der Frau, sondern eben um eine faire Entscheidung.

Mein Nachname bedeutet mir viel. Zugegeben er ist nicht besondern supi vom Klang aber meine Family ist mir mega wichtig und ich würde es als Beleidigung ansehen, wenn mein Mann in Spe so mir-nichts-dir-nichts erwarten würde, dass ich den selbstredend aufgebe, nur weil er einen Pimmel zwischen den Beinen hängen hat. So ein Scheiß. Aber so einen Typ würde ich mir halt auch nicht aussuchen. Wie seht ihr das?

Mein Vorname bedeutet mir ja auch was und sagt was über meine Identität aus und den würde man ja wohl nicht aufgeben wollen. dabei ist der Nachname genauso ein Stück des eigenen selbst, was nicht nur die individuelle Identität wieder spiegelt, sondern die Wurzeln (wenn auch nur die Wurzeln des Vaddas) und die eigene Familie.

Ist das wirklich so wenig Wert? Diskutiert mit mir.

In diesem Sinne,

-Nele

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23 Gedanken zu “Identität bitte beim standesamt abgeben

    1. Hab ich ja geschrieben. Das Argument wird nachgereicht. Es ist kein Prädiktor für die Entscheidung, die steht nämlich schon fest. Eigentlich sammelt man Argumente und fällt dann die Entscheidung!

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      1. Ist es denn ein Problem für dich dass so viele Frauen es tun [den Familiennamen des Mannes annehmen] oder wirklich nur die Tatsache, dass sie die Argumente „nachreichen“?

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      2. Beides. Aber es hängt ja auch beides zusammen. Wenn die Argumente nicht nachgereicht wären, müsste es allein statistisch eine einigermaßen ähnliche Quote geben aus Männern und Frauen die den Namen annehmen, jedenfalls irgendwann. Denn alle Frauen-Nachnamen die aufgegeben werden, waren ja auch irgendwann mal Männer Nachnamen. Wie siehst Du das?

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  1. Ganz ehrlich? Es stört mich nicht im Geringsten. Weder die Tatsache, dass mehr Frauen den Nachnamen des Mannes annehmen, noch das „Nachreichen“ der Argumente, die dafür sprechen.
    Für die jeweilige Frau scheint es sich im betreffenden Moment richtig anzufühlen, sonst würde sie es wohl kaum tun, oder?
    Aber was red ich, ich bin ja nicht verheiratet. Würde ich heiraten, stünde für uns wohl nur ein Doppelname zur Debatte, aber dass ich jemals heirate, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich bin nicht der Typ Mensch, der heiratet, weil ich für meine Beziehung nicht wirklich eine Bereicherung darin sehe. Und rein aus wirtschaftlichen Grüden heiraten? Srsly? oÔ Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt käme auch das nicht in Frage.

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  2. Hi Nele,

    also ich würde gerne irgendwann heiraten und ehrlich gesagt finde ich es nicht schlimm, den Nachnamen des Mannes anzunehmen. Dafür brauche ich auch gar keine Argumente, ich würde es einfach so tun, weil ich ihn ja liebe. Natürlich wäre es nicht richtig, wenn ein Mann es von der Frau verlangen oder erzwingen würde, obwohl es die Frau nicht will. Für mich wäre es aber kein Problem und ich würde mich deshalb auch nicht so fühlen, also würde ich meine Identität abgeben.
    Liebe Grüße 🙂

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    1. Liebe Neurige. Schön, dass du deine Entscheidung ohne Scheinargument machen kannst. Ich respektiere natürlich deine Meinung, auch wenn ich das für mich anders sehe. Aber ich möchte Dich gerne verstehen: Ist Liebe nicht gleichberechtigt? Also wieso nehmen die Frauen aus Liebe immer den Namen an und der Gefallen kommt extrem selten zurück? Ist das nicht ein bisschen unfair? VG 🙂 -Nele

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      1. Natürlich sollte sie gleichberechtigt sein. Drum sag ich ja: Wenn es einer Frau so wichtig ist, ihren Namen zu behalten bzw. dass beide den Namen annehmen, sollte der Mann das schon akzeptieren können bzw. sollte es ganz gleichberechtigt zwischen den beiden Partnern ausdiskutiert werden. Ich persönlich fühle mich deshalb aber nicht unfair behandelt – nenn mich ruhig altmodisch 😀 – aber für mich wäre es ganz normal und kein Problem, den Namen anzunehmen 🙂 LG!

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  3. Hallo Nele 🙂

    Ich seh‘ das ähnlich wie Du. Ich finde es nicht schwierig, wenn Frauen überhaupt den Namen ihres Mannes annehmen. Ich finde es schwierig, wenn sie es tun, „weil das halt so ist“. Das (m.M.n.) Dümmste, was ich dazu je gehört hab, war „Wir leben auf dem Land, das gehört hier so. Sonst würde er ne andere heiraten!“ Das war 2007 und die hatten schon ein Kind zusammen…

    Mein Mann und ich haben ne ganze Weile drüber diskutiert,bis wir ne Lösung hatten. Jeder wollte eigentlich seinen Namen behalten.

    Liebe Grüße,
    Han

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    1. Mir fällt es auch immer schwer in diesem Thema Toleranz walten zu lassen. Vor allem wenn dann kommt, weshalb ich mich so aufregen würde, es wäre ja nur ein Name. Aber wenn es so unwichtig ist, wieso entschiedet nicht der Zufall? Wieso nicht 50/50 bei der Namensvergabe? Eben, weil es eben nicht nicht wichtig ist. Und ich möchte morgen auch nicht einfach Leonie heißen oder Hilfegard. Wie macht ihr das mit Euren Kindern? Das ist nämlich auch so eine Sache. Ich würde mich SEHR freuen, wenn du mir zu meinen Artikel der Vornesitzer deine Meinung geben könntest. Ich hab da bis jetzt zero Rückmeldung und würde echt gerne wissen, wie das die Menschen so sehen. Bis hoffentlich bald und Dir alles Gute!

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  4. Hallo Nele!
    Ich kann deine Gedanken und Meinungen sehr gut verstehen. Ich und mein Mann haben auch sehr lange hin und her überlegt und haben beide unseren Namen behalten. Verstehen bis heute glaube ich nicht alle. Wir haben uns bereits bei der Heirat überlegt welcher Name mal unser/e Kind/er tragen soll und sind zum Schluss gekommen meiner. Vielleicht hat der Umstand dass wir zur damaligen Zeit im Rheinland wohnten und der Name meines Mannes eher wie ein Schimpfwort ausgesprochen würde meinen Namen unterstützt 😉 aber er ist auch einfach melodischer😊😊. Kurz vor der Geburt sind wir dann zum Standesamt und haben also meinen als Familiennamen festgelegt. Es wird übrigens nicht automatisch der Name des Vaters genommen. Sondern beide Ehepartner müssen bei der Anmeldung bzw Wahl des Familiennamens anwesend sein. Da ich keine Lust hatte im Wochenbett im Amt rumzuhängen haben wir dies schon einige Wochen vorher geklärt. die Seite meines Mannes und meiner Großmutter findet das total “ unerhört“… Ansonsten ist mir grade mal aufgefallen dass fast alle meine Freundinnen ihren Namen bei der Hochzeit behalten haben und die Männer jetzt einen „Jungennamen“ haben😀.
    Liebe Grüße Indiana

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    1. Liebe Indiana!! Vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Dass du und deine Freundinnen so super modern mit dem Thema umgeht finde ich bemerkenswert und richtig gut. Vor allem freut mich, dass ich merke, dass es keine „Scheinargumente“ bei Eurer Entscheidung gab. Dass die männliche Verwandtschaft das unerhört finden, finde ich unerhört. Woher kommt die Arroganz zu glauben Frauen müssten sich unsichtbar machen? Am Ende geht es dann doch nur zwei Menschen was an: Nämlich das Paar. Das nicht automatisch der Mannes-name genommen wird für die Kinder sind tolle news für mich! Das muss sich aber geändert haben, denn bei meiner Mutter und auch später war das noch lange so. Das Thema Nachnamen annehmen hatte ich mit meinem aktuellen Freund noch nicht. Jedenfalls bis letztens. Der weiß natürlich wie ich zum Thema stehe und hat ganz unverfänglich im Aldi gefragt wie das denn so wäre, ob ich meinen Nachnamen behalten wollen würde oder seinen annehmen würde. Hat mich bisschen geschockt. Sein Name hat wirklich unbestreitbar den schöneren Klang aber ich bin zb. viel stärker in meiner Familie integriert und naja die und deren Name bedeuten mir klaro was. Klang hin oder her und ich heiße auch nicht Schweinebarsch mit Nachnamen. Jedenfalls haben wir hin und her überlegt und ich meinte für mich käme als Kompromis nur ein Doppelname in Frage. Er meinte dann für beide oder nur für dich? Was eine Frage. Natürlich wenn für beide. Mein Freund ist lieb und aufgeklärt aber seine Antworten zeigen schon viel darüber wie tief die Traditionen in unseren Köpfchen sind. Die Entscheidung bleibt schwierig aber man sollte stets versuchen fair zu entscheiden und keine Machtkämpfe auskämpfen denn wenn man sowas braucht sollte man vielleicht gar nicht erst heiraten. Aber nur um „bloß“ keinen Stress zu haben stillschweigend den Namen annehmen ist kein zeichen einer ausbalancierten Partnerschaft. Ihr habt einen Weg gefunden und den Mut gehabt unkonventionnele Wege zu gehen! Hut ab für rebellische Liebe! Und natürlich alles Gute Mr und Mrs Indiana

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  5. Heyho,

    guter Post das. Wirklich ein eigenartiges Thema, und es geht immer wieder auf das „aber wenn die Frauen das doch so wollen“ Argument zurrück. °-.- Klar, jedem Tierchen sein Pläsierchen, aber darum geht’s halt irgendwie nicht so richtig.

    However, bei mir persönlich ist das so: ich mag meinen Hausnamen. Ich mag auch den Hausnamen meiner Partnerin. Finde ich beide schön. Als Bindestrich auch nicht ganz verkehrt, aber vielleicht doch etwas lang.
    Ich hätte überhaupt kein Problem, meinen Namen zu ändern. Eigentlich würde ich es sogar aus politischen Gründen beinahe schon einfach tun.

    Aaaaaaaaaaaaaaber:
    ich habe zwei Schwestern, beide mittlerweile verheiratet — beide haben den Namen ihres Mannes angenommen.
    Cousinen oder Cousins gibt es keine in der Familie — das heißt: ich bin der letzte meines Namens. Und er Name ist echt einigermaßen selten, irgendwo Richtung Berlin gibt es mal immer mal wieder eineN. Und ich mag den Namen doch auch gerne.
    Meine Partnerin hat einen Bruder, nicht verheiratet.

    Ergo: ich habe ein bischen Skrupel, sollten wir uns jemals für eine Hochzeit entscheiden, meinen Namen aufzugeben. Ich finde da völlig verrückt, und vielleicht landen wir dann irgendwann doch beim Bindestrich-Monster, oder jeder behält seinIhren Namen, oder ich leg meinen doch ab.

    Aber wegen dieser verfluchten Konvention, dass Frauen den Namen ihres Mannes annehmen, und meinen in dieser Hinsicht so blöd konservativen Schwestern (tolle Leute ansonsten), stehe ich jetzt vor der Wahl, den Namen einfach wegzutun oder aber ein konservativer Thronfolger und Familienerbe zu werden. Yeah :/

    Und das beste: Sollten wir uns für meinen Namen gemeinsam entscheiden, stellt sich für den Bruder meiner Partnerin dasselbe Problem. Er wäre in der selben Lage wie ich jetzt.
    Also: die Sache pflanzt sich so fort. (höhö) Mal schauen, was ich machen werde, falls es soweit kommt.

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  6. Ich finde der Name ist eines der ganz wichtigen Themen im Rahmen der Hochzeitsvorbereitung. Er ist einer der Punkte, den Du über den Hochzeitstag hinaus behalten wirst und mit dem Du auch ein Stück weit Dein altes Leben aufgibst.

    Ich würde mich über einen Gastbeitrag zu diesem Thema auf meinem Blog sehr freuen 🙂

    Liebe Grüße

    Nora

    http://drumpruefe.wordpress.com

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  7. Hey Nele,
    da habe ich es in meinem kleinen Land besser getroffen, als ich geheiratet habe: in meinem kleinen Land behält die Frau ihren Namen. Die Kinder bekommen zwar den Namen des Vaters, das kann man aber auch aussuchen. Wenn wir angeschrieben werden von offizieller Seite, dann steht auf dem Briefkopf : Familie Name meines Mannes-Mein Name
    Wenn ich mich irgendwo vorstelle, dann bin ich überall Frau (Mädchenname), egal, ob das ein Termin beim Arzt oder bei der Bank ist. Ich behalte meinen Namen.

    P.S. Gratulation zum Blog : frisch, frech, authentisch

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    1. Danke Niggelo! Woher kommst Du denn, wenn ich fragen darf? Ist das nicht in Italien so? Und dennoch: Auch bei Dir hat der Mann den Familiennnamen, oder nicht? D.h. eure Kinder, die sowohl deine sind als die deines Mannes übernehmen automatisch seinen Namen. Wieso? Dass immerhin DU deine Identität behalten „darfst“ finde ich super, aber wenn es darum geht deine Identität „weiterzugeben“ kommen die Grenzen wie natürlich wieder ins Spiel. Was denkst Du dazu?

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      1. Ja, Nele!
        Ich kann mich noch gut an die Geburt unseres ersten Kindes erinnern: Schwiegervater kam ins Zimmer rein, sah unseren Sohn, sein Kommentar: „Ah, ein Junge, dann stirbt mein Familienname nicht aus!“ Da mein Mann nur Schwestern hat, und die ihren Namen also nicht automatisch weitergeben können, war der Schwiegervater glücklich.
        Bis dato habe ich eigentlich noch nie darüber nachgedacht. Ich war immer zufrieden/glücklich damit, dass ich niemals den Namen meiner Schwiegerfamilie tragen musste, da ich mich nie zu denen dazugehörend gefühlt habe. Und dass unsere Kinder den nun tragen, Tja- ist nun so. Mein Sohn wird ihn vielleicht weitergeben.
        Aber ich glaube, wenn ich damals meinen Mann gefragt hätte, ob unsere Familienname mein Name hätte werden sollen, ich glaube er wäre beleidigt gewesen. Damals waren wir noch nicht soweit! Zu jung! Ich werde ihn morgen fragen! 🙂
        Liebe Grüsse!

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  8. Hallo Nele,

    ich unterstütze deine Ansicht vollkommen! Sie entspricht genau meiner Denkweise. Aber noch eine Sache, die dir vermutlich gar nicht so bewusst war: Im Englischen niemals „Mrs“ verwenden 😉 Sondern Ms. Auch die Unterscheidung in eine Anrede für Verheiratete und Nicht-Verheiratete Frauen hat etwas Bevormundendes, die es beim Mann (Mr) so ja auch nicht gibt. Nur so als kleiner Hinweis, weil ich das gerade in einem deiner Kommentare gelesen habe und ich jedes Mal hochschrecke, wenn man noch „Mrs“ liest. LG

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